Um das verborgene Wesen der hebräischen Sprache zu erklären muß ich etwas ausholen, denn Hebräisch ist die einzige Lichtsprache die auch heute noch auf Erden erhalten ist und, wenn auch abgewandelt, gesprochen wird.
Das "Wort", gebildet aus Buchstaben, stammt aus den spirituellen Ebenen und mit seiner Kraft schufen die Elohim einst Universum und Erde. Das Wort wurde dem Menschen gegeben um seiner Göttlichkeit Ausdruck zu verschaffen und um untereinander kommunizieren zu können. LICHT besteht aus Schwingung, Klang und Farbe, was für uns Menschen ein noch zu schwieriges Kommunikationsmittel ist um uns auf irdischer Ebene auszudrücken, deshalb verwenden wir ein gezeichnetes Bild - ein Zeichen, dessen Inhalt schon lange verloren und vergessen zum Buchstaben wurde. In den Vorwelten verstanden die Menschen ihre Begriffe energetisch weiterzugeben - sie sprachen EINE SPRACHE, was nach dem letzten Bewußtseinsabfall nicht mehr möglich war - DIE EINE SPRACHE wurde durch VIELE SPRACHEN ersetzt, das heißt zwischen dem äußeren verstandenen Wort und dem inneren Wert gab es keine Verbindung mehr. Selbst wenn Menschen dieselbe Sprache sprechen meinen sie mit ihren Begriffen verschiedene Realitäten. DIE EINE SPRACHE (Hebräisch) blieb jedoch ganz, wurde aber seit der Zerstörung des II. Tempels nicht mehr gesprochen, denn die Verwüstung des Tempels fand in JEDEM Menschen statt und erst nach globaler Säuberung und Rückkehr auf heiligen Boden konnte diese Sprache wieder verwendet werden. Aber die neue moderne hebräische Schrift hat sich meilenweit von den ursprünglichen hebräischen Schriftzeichen der Lichtsprache entfernt - zu weit um den Menschen die Einheit der Einen Sprache begreiflich bzw. verständlich zu machen.
In den Ur- bzw. Lichtsprachen ist der Zusammenhang zwischen Lauten und absoluten Zahlen selbstverständlich. Der mitgeteilte Laut entspricht dem inneren Wesen - Inhalt und Form sind EINS. Die Eine Sprache wurde mit dem Menschen erschaffen und ist ihm eingegeben worden, aber je weiter sich der Mensch von sich selbst entfernt hat und je weiter er sich in die VerZWEIflung der Polarität verstrickt hatte, desto mehr wurde in ihm das Wissen um die Ursprache verschüttet, die JEDER Mensch tief in seiner DNA trägt.
Die 4 Ebenen der hebräischen Ursprache sind mit dem Wesen Mensch tief verbunden und zeigen sich folgendermaßen:
- Körperliche Ebene - das hebräische Alphabet besteht aus 22 Buchstaben die gleichzeitig Zahlen darstellen. Ihre Formen entsprechen einzelnen Begriffen und bilden gemeinsam ein Wort, eine individuelle Struktur als physischer Ausdruck, entsprechend dem physischen Körpergerüst.
- Seelische Ebene - die einzelnen Buchstaben als Konsonantengerüst die einem bestimmten Laut entsprechen, erst dieser macht die Struktur lebendig - erst Stimme (Mund-Zunge-Stimmbänder) und die Lebenskraft verleihen dem Körper als Sprache Ausdruck.
- Spirituelle Ebene - entsprechen der Klangfarbe und somit den Vokalen, die keinerlei Form haben sondern eventuell nur punktiert angedeuetet werden (z.B. LBN könnte lieben-laben-loben-leben heißen) - erst durch die Vokale wird das Wortgerüst lebendig, wie der menschliche Körper erst durch die Seele ein lebendiges Wesen wird. Bei den Vokalen brauchen wir nur den Atem (Spirit ist die ALLEM Lebendigem innewohnende Bewegung) aber auch diese stehen wie die Konsonanten fest und verlangen nach deutlicherem Ausdruck.
- Geistige Ebene - erst die Melodie des gesprochenen bzw. gesungenen Wortes gibt ihm die eigentliche Bedeutung, den eigentlichen Lebenssinn. Die spezifische Aussprache und der Tonfall entscheiden, ob lieben, laben oder leben gemeint ist. Deshalb wird die Thora bis heute gesungen um sie halbwegs verständlich machen zu können, besteht sie doch sowieso aus Metaphern und Parabeln - die wahre Bedeutung kommt erst durch den göttlichen Geist - die NESCHAMAH, die Gott dem Menschen bei seiner Erschaffung einhauchte. Ein Tier kann auch Laute ausstoßen um sich Ausdruck zu verschaffen, aber die Schwingungen harmonisch miteinander verbinden kann nur der Mensch indem er singt und spricht.
Das Wort wird im Hebräischen von Konsonanten gebildet. Die Vokale haben keine Schriftzeichen, wird doch vom Menschen intuitiv gewußt, dass der Geist der alles durchdringt nicht festgelegt, in Form gezwungen und stilistisch gebändigt werden kann. Doch erst die Melodie des ausgesprochenen Worts verbindet die Schriftzeichen und die Vokale zum tönenden Wort, erst die Melodie gibt ihnen Sinn - die Melodie ist die Seele des Wortes und sie ist immer eigenwillig, sie gestattet jedem sein individuelles Lied zu singen.
Die heiligen Schriftrollen, wie die Thora zum Beispiel, in welcher die Blaupause der Schöpfung dargestellt wird, werden noch heute auf einer Pergamentrolle handbeschrieben und stellen eine weder durch Punkte, Kommastriche oder Verteilung getrennte EINHEIT dar. Die alten Schriftrollen enthalten keinerlei Vokale und sind deshalb nur von Eingeweihten und Avataren zu verstehen. Ein Satz wird dadurch bestimmt, daß die Melodie am Ende abklingt. Vokale sind variabel, sind eben RUACH (Spirit) der NIE von vorne herein festgelegt wurde, sondern vom Menschen selbst immer wieder neu, seinem Bewußtsein entsprechend, ausgedrückt wird.